Die Bundesliga ist zurück. Und auch das Tippspiel der Schwarzen Neun geht weiter. Aber war das jetzt wieder Fußball? Magic dürfte das egal sein. Er hat seinen Platz an der Spitze verteidigt. Ganz knapp vor dem punktgleichen Soccerfrank. Erster Geister-Tagessieger ist aber Miasantriple.

Uns geht es vermutlich wie vielen: Das Interesse an der Wiederaufnahme der Fußball-Bundesliga war groß. Aber brauchen wir das noch weitere acht Spieltage? Keine Zuschauer, keine Stimmung. Das ist nicht wirklich überraschend. Aber selbst der erfahrene Sportbegeisterte vor der Glotze musste feststellen: Das ist eine andere Sportart. Die neue Normalität hat leider auch den Fußball erreicht. Und wenn Christian Streich vor der Partie seiner Freiburger in Leipzig erklärt, er hoffe, dass er dreimal nicht jubeln darf, weil sein Team dann drei Tore erzielt hat, weiß man wirklich nicht, ob man darüber schmunzeln oder weinen soll. Er durfte immerhin einmal nicht jubeln und am Ende einen Punkt aus Leipzig mitnehmen.

Ohne Frage zum Lachen war der Tor der Woche. Heiko Herrlichs Shoppingtour für Zahnpasta und Hautcreme hätte normalerweise für eine Stellenanzeige in Augsburg gereicht. Wer braucht diesen verantwortungsbewussten Trainer? Aber nun zu den wichtigen Dingen. Das Tippspiel der Schwarzen Neun ist erfolgreich in die Schlussphase gestartet. Magic hat mit viel Mühe Platz eins verteidigt. Doch Soccerfrank sitzt ihm im Nacken. Mehrmals wechselte an diesem Spieltag die Führung. Soccerfrank, der sich von Platz vier auf Rang zwei nach oben kämpfte, rüttelt bereits mächtig an Magics Thron. Pikanterweise haben übrigens beide auf den BVB als neuen Deutschen Meister gesetzt. Der Bonus-Tipp spielt zumindest hier dann keine Rolle.

Sex-Puppen im Stadion

Da die großen Überraschungen im Tippspiel ausblieben, widmen wir uns noch zwei Kracher-Meldungen der Szene. Unser neuer Liebligsclub der Woche ist der FC Seoul. Denn der hat Sexpuppen während eines Geisterspiels als Zuschauerattrappen verwende. Der Klub sei zunächst davon ausgegangen, dass es sich um Schaufensterpuppen und nicht um Erwachsenenspielzeug handelt, teilte der FC Seoul mit. Das habe der Lieferant bestätigt. Wegen des Coronavirus-Ausbruchs finden die Spiele der südkoreanischen K-League derzeit vor leeren Rängen statt. Wir nehmen an, dass es ein Spiel mit vielen Höhepunkten war.

Wir verlassen jetzt aber die Gags unterhalb der Gürtellinie und widmen uns Unternehmen mit Weitblick. Obwohl die Fußball-EM auf das nächste Jahr verschoben wurde, bringt Sticker-Hersteller Panini bereits in diesem Sommer ein Previewalbum an. Wie das italienische Unternehmen mitteilte, solle den Kunden und Sammlern in der Coronakrise „die Zeit so unterhaltsam und abwechslungsreich wie möglich“ gemacht werden. Unser Tipp: sammeln und möglichst vollständig das Album aufheben. Wir vermuten, dass dies eine durchaus lukrative Geldanlage werden könnte. Denn die Kader werden im nächsten Jahr sicher komplett anders aussehen. Uns ist dann noch eingefallen, dass acht Teams für die EM-Endrunde ja noch gar nicht feststehen. Wie gesagt, Sticker sammeln lohnt sich. Bis nächste Woche.