Wenn Ronaldo fünf Tore schießt, wundern sich nur noch wenige. Wenn Lionel Messi selbst beim dritten Übersteiger und vierten Tunnel den Überblick behält und per Hacke einlocht, ist das fast schon eine Selbstverständlichkeit. Und wenn Daniel Schwab wieder einmal falsch steht und der VfB ein Gegentor kassiert, ist das ebenfalls Routine. Magic ist ebenfalls ein gutes Beispiel dafür, dass sich bestimmte Dinge nie ändern, man sie aber dennoch aufmerksam registriert. Doch Magic ist auch das Paradebeispiel dafür, dass pure Willensstärke und unbändiger Kampfgeist einen Weg aus dem Sieg-Dilemma weißen. Denn der ungekrönte Meister, pulsierende Queue-Vulkan, erotischster Nicht-Porno-Darsteller am Billard-Tisch und ungesättigte China-Kracher hat zum Saisonstart 2016 einen neue Bestmarke gesetzt. „Halt, eingestellt“, korrigierte Mile postwendend und bremste den Meister beim Veitstanz um den Tisch aus. Denn beim souveränen 9:7:3-Tagessieg gelang Magic bisher Unerreichtes. Er lochte sieben Kugeln in Folge ein und egalisierte damit die ewige Bestleistung von Mile. Den Titel des Siebener-Königs müssen sich die beiden ab sofort teilen. „Das ist wie bei Bobbele. Stich war immer nur der zweite deutsche Wimbledon-Sieger“, meinte Spratz und versucht dadurch Mile etwas aufzubauen. „Das war das einzige, was mich noch etwas aufgebaut hat“, heulte Mile. Zumindest scheiterte Magic im legendären achten Tagesspiel hauchdünn daran, auch noch die achte Kugel, die Schwarze Neun, korrekt einzulochen und damit ein Spiel zu seinen Gunsten zu entscheiden, ohne dass die Gegner überhaupt ein einziges Mal gestoßen haben.

Start-Schock für Spratz und Mile

Magics Jubel kannte dennoch fast keine Grenzen. Bereits Minuten nach dem historischen Moment, versuchte er, den Begriff des Siebenerkönigs urheberrechtlich zu schützen. Er verschickte bereits Aufträge für neue Visitenkarten und erteilte die Druckfreigabe für einen aktualisierten Briefkopf. Der Herrscher aller Klassen marschiert durch die Billard-Welt, wie wütende Barbaren in  Game of Thrones. Er hinterlässt eine Spur der Zerstörung. Die Gegner sind nicht nur kampfunfähig, sondern auf Jahre hinaus gezeichnet. Und wenn die Kontrahenten am Boden liegen, stolpert Magic scheinbar zufällig noch drüber. Unmittelbar nach diesem Erfolg wurde Magic die Hauptrolle des Sauron in einer Neuverfilmung von Herr der Ringe angeboten. Der Film wird dafür sogar in „Lord of the queue“ umbenannt. Und für den Stripper-Clip „Magic Mike“ wird ebenfalls ein neuer Nebendarsteller gesucht – neben Magic. Zur Vorbereitung hat Magic bereits mit seiner bewährten Säure-Basen-Diät angefangen. Keiner ordnet dem Triumph so sein Leben unter wie Magic. Die Belohnung hat er sich jetzt wieder einmal verdientermaßen abgeholt. Es bleibt abzuwarten, ob sich Spratz und Mile von diesem Start-Schock noch einmal erholen. Zur Sicherheit gratulierte Mile dem Meister bereits zur Titelverteidigung 2016.

Glückskeks kennt das Ergebnis

Im Prinzip wurden die Weichen zu Magics erstem Tagessieg des jungen Jahres schon beim Gala-Dinner im Asia-Wok gestellt. Denn der Glückskeks wusste bereits, was die überforderten Gegner erwarten würde. „Morgen wird ihr Glückstag sein“, stand auf Magics Papier. Recherchen ergaben, dass der Zeitunterschied zwischen Deutschland und China sieben Stunden beträgt. Das heißt, für Magic wurde hier sicher auch eine Ausnahme gemacht. Als er den Zettel las, war es in einer versteckten mongolischen Provinz noch gestern, also heute bei Spielbeginn. Doch anstatt auf morgen zu warten, ergriff Magic die Chance, schon heute die Basis für Morgen zu legen ohne abzuwarten, ob heute schon gestern, und damit heute morgen ist. Denn dann hätte er ja erst übermorgen triumphiert. Gefangen im Raum-Zeit-Kontinum sorgte Magic am Tisch jedoch schnell für klare Verhältnisse, obwohl das Ergebnis bis zum letzten Duell spannend blieb. Denn Spratz hatte im letzten Duell noch die Chance, mit Magic gleichzuziehen. Es wurde nichts daraus. Denn Spratz musste mit Mile zusammenspielen.

Premiere für Speed-Billard

Die letzte Hoffnung, ein Wettkampfformat zu finden, bei dem Magic Schwächen zeigt, wurden ebenfalls zunichte gemacht. Beim Speed-Billard, gewann Magic souverän. In 3:08,73 Minuten lochte er alle Kugeln auf dem Tisch ein. Zum Beweis gibt es ein Video. Spratz benötigte für das gleiche Kunststück 4:10,68 Minuten. Mile spielt noch immer. Aber das Format hat gute Chancen, in die Spieleliste für den nächsten Wettkampf Schlag die Schwarze Neun aufgenommen zu werden.

Und wenn sich jemand unter Speed-Billard nichts vorstellen kann, zeigen wir Magics Triumphrunde im Zeitraffer:

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6 Responses

  1. Spratz

    Alle bleibt wie es war. Wir lecken unsere Wunden. Der FcB des Billards lässt uns Krümel übrig, weckt kurze Hoffnungen auf einen geteilten Tagessieg, um uns anschließend zu zermalmen. Die Macht ist mit ihm! Für Mile und mich bleibt die Rolle des unfähigen Clonkrigers, der blind in jede Fall tappt.
    seufz.
    Wir sind der Donald und CharlieBrown des Billards.

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  2. Spratz

    PS die 2 Zeitrafferaufnahmen von unseren beiden Speesbillards werden von 22.30Uhr bis 23.00 Uhr gesendet…..

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  3. Magic

    So ein Wahnsinn. Erst heute begreife ich, welche Chance ich gestern mit der Nichteinlochung der schwarzen Neun verpasst habe. Ich wäre unsterblich geworden. Aber was soll´s. Wir alle von der Schwarzen Neun haben doch schon im Billard Geschichte geschrieben und uns in die Billard-Bücher der Welt erfolgreich eingetragen.
    DS9 is the best – Mile/Spratz/Magic are the best.

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  4. Marcel

    Glückwunsch an Magic zum 7er!
    Glückwunsch an Magic zum perfekten Saisonauftakt!
    Glückwunsch an Magic zum Sieg beim SpeedBillard!
    ….
    Glückwunsch an Mile und Spratz, dass Ihr essen könnt, was Ihr wollt, und Ihr Euch nicht wie Magic an die Reis-Diät halten müsst

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