Er ist nicht von dieser Welt. Schon lange nicht mehr. Aber jetzt ist Magic der Unsterblichkeit ein großes Stück näher gekommen. Der Meister sicherte sich souverän den Gesamtsieg 2015. Es ist ein Husarenstück für die Ewigkeit. Ein Triumph, den Pep Guardiola mit dem FC Bayern München vermutlich vergeblich hinterhertragen wird. Zehn Jahrestitel in elf Jahren: increcible, alucinante. Er ist das fleischgewordene Phänomen. Von wegen CR7, OW 10 ist das Maß der Dinge. Selbst Real Madrid benötigte Jahrzehnte, um sich den zehnten Champions-League-Titel zu sichern. Magic steht nach elf Jahren auf dem Olymp und feierte La Décima, auch wenn er nicht weiß, wie man das Wort ausspricht.

„Herzlichen Glückwunsch“, gratulierte Spratz dem Serientäter nach dem letzten großen Triumph des Jahres. Zum Saisonfinale, das ungefähr so spannend war wie im Moment Spiele des FCB, gewann Magic am Billardtisch souverän mit 9:7:1 gegen völlig überforderte Gegner. Während Spratz zumindest bis zur letzten Partie noch die Chance auf den Tagessieg hatte, ist Mile nur noch Füllmasse, damit überhaupt ein Wettkampf möglich ist. Konkurrenzfähig ist er schon lange nicht mehr. „Man gewöhnt sich daran. Das ist wie Rückenschmerzen. Man hat sie, gewöhnt sich daran, und muss mit ihnen leben“, stellte Mile frustriert fest.

Während der Meister erneut eine Plakette am DS9-Pott anbringen darf, erklärte Mile: „Ich habe gar nichts: weder Glück noch Pech.“ Dabei dachte Mile vor allem an die Duelle, als er an der Seite von Magic gegen Spratz spielte. Denn zur Taktik des Champions gehört, die Gegner nicht nur auf den Boden zu drücken, sondern auch noch draufzutreten. Magic versenkte jeweils die Schwarze Neun an der Seite von Mile, allerdings ins falsche Loch. Mile blieben damit nicht mal die Gnadenpunkte an Magics Seite.

Der Meister lüftete im Überschwang anschließend sogar sein Erfolgsgeheimnis. „Mein ganzes Können ist auf Glück aufgebaut“, stellte Magic fest, „nur einmal war die Glücksfee im Urlaub.“ Damit spielte er auf ein schwarzes Jahr 2011 an, als Spratz in die Phalanx des DS9-Billard-Gotts eindrang und den Sensationstitel holte. Eine Niederlage, die bis heute an Magic zehrte. In diesem Jahr setzte er sich sogar in der erstmals durchgeführten Handicap-Wertung durch. In der Kombination aus Billard, Bowling und Minigolf rechneten sich Spratz und Mile größere Chancen aus. Aber auch hier bewies Magic, dass er der bessere Raab ist. Pfeilschnell veränderte er seine Taktiken am Tisch, auf der Bahn und beim Minigolf. Völlig verdient krönte er sich selbst zum erneuten Champion. Zur Belohnung gab es im Casino Cash das berühmte Gemälde „Billard spielende Hunde hinter Glas“ geschenkt. Der Champagner folgt später. Zeit zum Wundenlecken bleibt nicht viel. Denn nach der Saison ist vor der Saison. Am 8. Januar geht es weiter. Spratz und Mile können sich bis dahin zumindest Hoffnungen machen, dass im neuen Jahr alles anders wird. Am 8. Januar wird dann aber wieder feststehen, dass sich auch 2016 nichts ändern wird.

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5 Responses

  1. Marcel

    Die besten Glückwünsche an Magic, der sich sicherlich schon an all die Lobhudeleien gewöhnt hat!
    Toll, dass du die Jungs ein wenig hast zappeln lassen, um am Ende doch in gewohnter souveräner Manier den Sack zuzumachen.
    Ein hoch auf MAGIC!!!

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  2. Spratz

    @ Marcel – bitte überweise doch Mile und mir endlich den von der WMF zur Steigerung der Mitarbeitermotivation versprochenen mehrstelligen Geldbetrag. Bei Magic hat es wieder voll geklappt, er hat nichts bemerkt.

    Empfänger wie immer als alias M.Platini und J.Blatter

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