Die Herbstmeisterschaft ist entscheiden. Zumindest in der Bundesliga. Während dort an der Tabellenspitze Spannung höchstens in den Flutlichtmasten der Allianz-Arena herrscht, geht es beim Tippspiel der Schwarzen Neun rund. Am 16. Spieltag wechselte die Führung gleich mehrmals. Nach wie vor die besten Chancen auf den unwichtigsten Titel der Saison hat zwar Leon. Aber dessen Vorsprung schmolz vor dem großen Showdown am kommenden Wochenende auf ein einziges Pünktchen zusammen. Soccerfrank sitzt als Zweiter in den Startlöchern. Er ist auf jeden Fall der Tipper der Stunde, der zuletzt Woche für Woche nach oben kletterte. Praktisch das Mönchengladbach des DS9-Tippspiels. Daher haben erste Graffiti-Künstler (siehe Foto) bereits damit begonnen, den vermeintlichen Herbstmeister auf den Straßen Esslingens zu verewigen.

Der Blick auf die Live-Tabelle am Samstag nach den 15.30-Uhr-Spielen sorgte für jede Menge Schwindelgefühle. Die vermeintlich untippbare Bundesliga rief Adrenalinkicks wie die Elfmeter-Entscheidungen der Schiedsrichter in der Bundesliga hervor. Nach den Samstagsspielen hatte Soccerfrank seine Aufholjagd mit der Übernahme der Tabellenspitze gekrönt. Doch die Tabelle des DS9-Tippspiels spuckte kurze Zeit später wieder Leon als Spitzenreiter aus. Was war passiert? Wieso der Shitstorm gegen die Tippspiel-Organisatoren? Hat die Technik versagt? Nein, die Auswertung der Bonunspunkte hatte Leon wieder auf den Platz an der Sonne katapultiert. Er hatte im Gegensatz zu Soccerfrank auf Bayern München als Herbstmeister getippt, kassierte dafür vier Bonuszähler und durfte noch einmal durchatmen.

Aber aufgeschoben, könnte nicht aufgehoben sein. Denn selten verlief der Halbzeit-Showdown so dramatisch wie diesmal. Leon (220 Punkte) und Soccerfrank (219) sind nach Abschluss des 16. Spieltags nur einen Punkt voneinander getrennt. Selbst der Tagessieger Schulti66 mit 215 Zählern hat noch gute Chancen auf die Herbstmeisterschaft. Michl mit 212 Zählern ebenfalls. Aber darüber möchten wir nicht spekulieren. Letztendlich sollten sich Qualität und Fachkompetenz gegen das Glück durchsetzen.

Ausnahmsweise verschwenden wir in dieser Woche keine Gedanken an den VfB. Das ist es leider nicht wert. Wir haben dagegen beschlossen, Fußballrasen anzubauen und die vielen geplagten Platzwarte in der Republik zu unterstützen. Unsere Spezialität: Elfmeterpunkte und die 32 Quadratzentimeter rund um den Punkt. Unterstützt wird dies Aktion von Marvin Hitz, der die Patenschaften und das Gießen in den Ferien übernommen hat. Die Schwarze Neun ruft zudem an diesem Weihnachten dazu auf, nicht für Brot für die Welt zu spenden, sondern für grünes Gras am Elfmeterpunkt. Erste Bestellungen sind bereits aus Holland eingegangen. Nachforschungen, warum die Arbeitsstunde des Platzwarts in Augsburg übrigens billiger ist als in Köln, laufen.}

Ähnliche Beiträge

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.